Stadt Leverkusen und Polizei Köln informieren am 22. Oktober über Verkehrsregeln und werben für ein respektvolles Miteinander. Tim Feister begrüßt die Aktion und sieht weiterhin Handlungsbedarf beim Radverkehr in der Fußgängerzone.
Die Schlebuscher Fußgängerzone ist das Herz unseres Stadtteils. Hier wird eingekauft, gebummelt, miteinander gesprochen und Zeit verbracht. Familien mit Kindern, ältere Menschen und viele weitere Besucherinnen und Besucher nutzen die Fußgängerzone täglich. Damit das auch in Zukunft sicher und unbeschwert möglich ist, braucht es vor allem eines: gegenseitige Rücksichtnahme.
Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, von 10:00 bis 13:00 Uhr führt die Stadt Leverkusen deshalb die Informationsaktion „Miteinander. Mobil. Schlebusch“ durch. Gemeinsam mit der Polizei Köln möchte die Stadt über die geltenden Verkehrsregeln informieren und für mehr Aufmerksamkeit und gegenseitigen Respekt sensibilisieren.
Radfahren ist erlaubt – aber Fußgänger haben Vorrang
Die Schlebuscher Fußgängerzone gehört zu den Fußgängerbereichen, in denen das Radfahren durch entsprechende Beschilderung ausdrücklich zugelassen ist. Das ist jedoch kein Freibrief für uneingeschränktes Radfahren.
Aus meiner Sicht kommt es in unserer Fußgängerzone immer wieder zu gefährlichen Situationen, weil einzelne Radfahrer die geltenden Regeln und Grenzen nicht ausreichend beachten. Zu hohe Geschwindigkeiten, enge Überholmanöver oder eine fehlende Anpassung an das Fußgängeraufkommen können schnell zu Konflikten und gefährlichen Begegnungen führen.
Besonders kritisch wird es dort, wo kleine Kinder unterwegs sind, die sich spontan bewegen oder plötzlich die Richtung wechseln. Auch ältere Menschen, die möglicherweise langsamer unterwegs sind oder nicht mehr so schnell reagieren können, benötigen besonderen Schutz und Rücksichtnahme.
Für mich ist deshalb klar: Wer mit dem Fahrrad durch unsere Fußgängerzone fährt, trägt eine besondere Verantwortung.
Die geltenden Regeln sind eindeutig: Fußgänger haben Vorrang. Radfahrer müssen Schrittgeschwindigkeit einhalten und dürfen den Fußverkehr weder gefährden noch behindern oder bedrängen. Wenn die Fußgängerzone stark besucht ist, sollte es selbstverständlich sein, auch einmal abzusteigen und das Fahrrad zu schieben.
Mehr Sensibilität statt gefährlicher Situationen
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, Radfahrer grundsätzlich aus unserer Fußgängerzone zu verdrängen oder verschiedene Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Das gemeinsame Nutzen dieses Bereichs kann funktionieren – allerdings nur, wenn sich alle an die Regeln halten.
Die Sicherheit der Fußgänger muss dabei immer Vorrang haben.
Gerade weil das Radfahren in unserer Fußgängerzone erlaubt ist, müssen die bestehenden Regeln konsequent beachtet werden. Aus meiner Sicht werden die Grenzen hier leider immer wieder überschritten. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig auf die besondere Situation in Schlebusch aufmerksam zu machen.
Rücksicht bedeutet auch, vorausschauend zu fahren, die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren und jederzeit damit zu rechnen, dass Menschen stehen bleiben, Kinder plötzlich loslaufen oder ältere Fußgänger mehr Zeit benötigen.
Eine Fußgängerzone ist eben keine Durchfahrtsstrecke für schnellen Radverkehr, sondern in erster Linie ein Aufenthalts- und Begegnungsraum für Menschen.
Stadt Leverkusen und Polizei Köln setzen auf Aufklärung
Mit der Aktion „Miteinander. Mobil. Schlebusch“ verfolgt die Stadt Leverkusen einen bewusst positiven Ansatz. Statt gegenseitiger Vorwürfe sollen Information, Verständnis und Aufmerksamkeit im Mittelpunkt stehen.
Vor Ort werden Informationsflyer verteilt, die die wichtigsten Verkehrsregeln und Verkehrszeichen verständlich erklären. Darüber hinaus stehen die Mitarbeitenden der Stadt sowie die Polizei Köln für Gespräche und Fragen zur Verfügung.
Unter dem Motto „Schlebusch nimmt Rücksicht“ machen ergänzende Plakate auf die zentralen Botschaften aufmerksam.
Ich begrüße diese Initiative ausdrücklich. Sie bietet die Gelegenheit, auf bestehende Probleme aufmerksam zu machen, ohne dabei das gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren: eine sichere, attraktive und lebenswerte Schlebuscher Fußgängerzone.
Mein Appell: Rücksicht nehmen und Verantwortung zeigen
Ich wünsche mir, dass diese Aktion nicht nur für einen Vormittag Aufmerksamkeit schafft, sondern nachhaltig zu einem bewussteren Verhalten beiträgt.
Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte sich immer vor Augen führen, dass Fußgänger – insbesondere Kinder und ältere Menschen – in diesem Bereich besonderen Schutz benötigen.
Lieber einmal abbremsen, Abstand halten oder absteigen, als eine gefährliche Situation zu riskieren.
Unsere Schlebuscher Fußgängerzone soll ein Ort bleiben, an dem sich alle Generationen sicher und gerne aufhalten. Dafür braucht es klare Regeln, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Eine Aktion der Stadt Leverkusen mit Beteiligung der Polizei Köln
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich über die Verkehrsregeln zu informieren und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.


