Mit großer Bestürzung habe ich von dem brutalen Angriff auf einen Mitarbeiter der Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) in der Opladener Bahnhofsstraße erfahren. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde der Straßenreiniger während seines Einsatzes am frühen Samstagmorgen am Hinterkopf verletzt. Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einer gefährlichen Körperverletzung aus. Bei einem Tatverdächtigen wurden unter anderem Softair-Waffen, eine Steinschleuder und Munition sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.
Dieser Vorfall macht fassungslos. Menschen, die täglich für Sauberkeit, Ordnung und ein funktionierendes Stadtleben sorgen, verdienen Respekt und Anerkennung – keine Gewalt. Wer Beschäftigte angreift, die im Dienst für unsere Stadt stehen, überschreitet jede Grenze des gesellschaftlichen Miteinanders.
Als CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen verurteilen wir diesen Angriff aufs Schärfste. Solche Taten dürfen niemals zur Normalität werden. Sie müssen konsequent aufgeklärt und mit der vollen Härte unseres Rechtsstaates verfolgt werden.
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Stefan Hebbel stehen wir im engen Austausch über die weiteren Konsequenzen. Es muss alles dafür getan werden, die Hintergründe vollständig aufzuklären und Maßnahmen zu ergreifen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt. Nach dem Angriff haben die Technischen Betriebe Leverkusen bereits reagiert und die manuelle Reinigung der Bahnhofsstraße vorübergehend eingestellt. Stattdessen werden dort zunächst ausschließlich Kehrmaschinen eingesetzt.
Unser Mitgefühl gilt dem verletzten Mitarbeiter und seiner Familie. Wir wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung!
Der Angriff zeigt zugleich ein grundsätzliches Problem: Beschäftigte im öffentlichen Dienst sehen sich immer häufiger Beleidigungen, Bedrohungen und sogar körperlicher Gewalt ausgesetzt. Diese Entwicklung dürfen wir nicht hinnehmen. Wer sich tagtäglich für unsere Stadt einsetzt, muss seine Arbeit sicher und ohne Angst ausüben können.
Deshalb werden wir uns auch weiterhin mit Nachdruck für eine starke personelle und materielle Ausstattung des Kommunalen Ordnungsdienstes, eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei sowie wirksame Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten der Stadt einsetzen.
Sicherheit, Respekt und Wertschätzung für die Menschen, die unsere Stadt am Laufen halten, sind für uns keine Selbstverständlichkeit – sondern ein politischer Auftrag. Dafür werden wir uns weiterhin mit aller Konsequenz einsetzen.


